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Für einen kleineren CO2-Fußabdruck: Autofahren mit Altspeiseöl

Dieselmotoren mit Altspeiseöl betreiben: Das plant nun VW – im Interesse der Umwelt und des Klimaschutzes.

Wien. Man musste ein wenig Mut besitzen und ein Auto mit einem alten Dieselmotor. Und man musste Zugang zu Altspeiseöl haben. Wenn man das Öl reinigte, konnte man damit den Dieselmotor betreiben (vornehmlich im Sommer, wenn das Öl dank der höheren Temperaturen nicht zu dickflüssig war). Manche machten es sich zur Aufgabe, Altspeiseöl zu sammeln und nur damit zu fahren.

Um hier nicht in Haftungsschwierigkeiten zu kommen, raten wir ausdrücklich davon ab, das nachzuahmen. VW allerdings nicht. In einer unscheinbaren Pressemitteilung vor wenigen Tagen, die weitestgehend unterging, ließ der Autohersteller aufhorchen. VW gab nämlich seine Dieselmotoren für Kraftstoffe aus Rest- und Recyclingstoffen frei – und damit indirekt auch für den Betrieb mit Altspeiseöl.

„Alle Volkswagen-Modelle, die seit Ende Juni 2021 mit Vierzylinder-Dieselmotoren (TDI) ausgeliefert wurden, sind für den Betrieb mit den sogenannten Paraffinischen Dieselkraftstoffen freigegeben“, hieß es in der Aussendung. Einschränkend wurde auf die Norm EN 15940 hingewiesen, die diese paraffinischen Dieselkraftstoffe definiert.

Grob gesagt sind das Kraftstoffe aus biologischen Rest- und Abfallstoffen, wie etwa Pflanzenöle. Diese Öle werden durch eine Reaktion mit Wasserstoff in Kohlenwasserstoffe umgewandelt und in beliebiger Menge dem Dieselkraftstoff zugemischt. Sie können aber auch zu 100 Prozent als Kraftstoff genutzt werden.

Rapsöl kann beispielsweise für die Herstellung von sogenanntem Hydrotreated Vegetable Oil (HVO) genutzt werden. Dafür verbraucht man freilich ein Produkt, das man besser für die Lebensmittelproduktion als für Kraftstoff nutzt. Sinnvoller ist es eben, biologische Rest- und Abfallstoffe zu verwenden, wie Altspeiseöl. VW ist einer der ersten Autohersteller, der diese paraffinischen Dieselkraftstoffe für seine Fahrzeuge offiziell freigibt.

 

Weniger CO2-Ausstoß

Die Entscheidung ist bemerkenswert – auch aus einem anderen Grund. Der Volkswagen-Konzern unter seinem Chef Herbert Diess setzt massiv auf Elektroautos, um das Ziel zu erreichen, bis 2030 den CO2-Fußabdruck in Europa um 40 Prozent zu senken. Möglicherweise hat man in Wolfsburg nun erkannt, dass das – trotz der aktuell guten Absatzzahlen – mit E-Autos allein nicht möglich sein wird. Daher die Freigabe für alternative Kraftstoffe, die eine CO2-Einsparung von 70 bis 95 Prozent im Vergleich zu herkömmlichem Diesel ermöglichen.

Aktuell sind nur wenige paraffinische Dieselkraftstoffe offiziell an Tankstellen erhältlich, weil sie eine Reihe von Normen erfüllen müssen. Es gibt beispielsweise C.A.R.E.-Diesel, NExBTL oder HVO. Verbreiteter sind Dieselkraftstoffe, denen paraffinischer Diesel nur beigemischt ist. Das ist etwa bei den Produkten Diesel 33, V-Power Diesel, Aral Ultimate Diesel und auch bei MaxxMotion der heimischen OMV der Fall.

Diese Kraftstoffe sind eine Möglichkeit, den CO2-Ausstoß herkömmlicher Verbrennungsmotoren zu reduzieren. Eine andere Möglichkeit sind Kraftstoffe, die synthetisch hergestellt werden und mit denen man ein Auto bilanziell CO2-frei betreiben kann.

Die Sportwagenschmiede Porsche setzt auf diese sogenannten E-Fuels. In Chile errichtet Porsche in Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen eine Anlage, um CO2-neutralen Kraftstoff zu produzieren. Im Süden des Landes gibt es einen riesigen Windpark, der dafür genug günstigen Strom liefert.

 

Klingt wie ein normaler Motor

Konkret wird mittels Windstrom Wasser in seine Bestandteile Sauerstoff und Wasserstoff zerlegt. In einem zweiten Schritt wird CO2 aus der Luft gefiltert, um dieses anschließend mit dem Wasserstoff zu synthetischem Methanol zu kombinieren. Das Ergebnis ist erneuerbares Methanol, das in Kraftstoff für Verbrennungsmotoren umgewandelt wird. Die Herstellung war CO2-frei und auch der Betrieb ist es, weil man ja für die Herstellung des Kraftstoffes CO2 aus der Luft entnommen hat.

Ab 2022 soll die Anlage in Chile E-Fuels liefern, vorerst nur 130.000 Liter pro Jahr. Bis zum Jahr 2024 sollen es aber bereits 55 Millionen Liter sein. Als Preis peilt Porsche ab 2026 zwei Euro pro Liter E-Fuel (vor Steuern) an.

Und wie fährt sich ein Auto mit E-Fuel? Rallye-Weltmeister Walter Röhrl, erklärter Anhänger des Verbrennungsmotors und großer Skeptiker gegenüber der E-Mobilität, hat einen Porsche mit E-Fuel gefahren. Sein Urteil in einem Interview: „Da war kein Leistungsunterschied, kein Unterschied vom Ton her.“ Und dass der Motor wie ein Motor klingt, ist manchen besonders wichtig.

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