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Plattform Erneuerbare Kraftstoffe

News

Konkrete Umweltmaßnahmen setzen anstatt von der Verkehrswende zu träumen

Erneuerbare Kraftstoffe als wirkungsvolle Maßnahme am Weg zur Klimaneutralität

„Wer die Verkehrswende vorantreiben will, der muss auch Maßnahmen umsetzen und nicht nur davon träumen. Wir haben mit erneuerbaren nachhaltigen Biokraftstoffen wertvolle und vor allem wirkungsvolle Instrumente zur Hand, um die Energiewende auch im Verkehrssektor voran zu treiben“, sagt Johannes Schmuckenschlager, ÖVP-Umweltsprecher und Vorstandsmitglied der Plattform Erneuerbare Kraftstoffe (PEK) anlässlich der Präsentation des sechsten Berichts des Weltklimarates.

Im aktuellen Regierungsprogramm ist die Verdoppelung des Einsatzes von Biokraftstoffen im Benzinbereich – Stichwort E10 – festgeschrieben. Diese Umsetzung würde jährlich mehr als 200.000 Tonnen zusätzliche CO2-Reduktion sowie etwa 23 Prozent Feinstaubreduktion bringen. „Es ist für mich völlig unverständlich, warum hier auf diesen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz verzichtet wird“, so Schmuckenschlager weiter.

PEK-Vorstand Ewald-Marco Münzer verdeutlicht: „Alle rechtlichen Bedenken sind vom Tisch. E10 ist in vielen Ländern Europas und darüber hinaus schon lange Realität. Und wer sich nicht sicher ist, Frankreich hat beispielsweise eine Liste aller E10-verträglichen Fahrzeuge in einem Gesetz verankert. Ein Blick über den Tellerrand würde hier gut tun.“

Auf eine parlamentarische Anfrage aus dem Dezember 2020 hat das Umweltministerium geantwortet: „Aus Sicht des BMK ist eine Grundvoraussetzung für eine Anhebung der Substitutionsverpflichtung für Ottokraftstoffe in der Kraftstoffverordnung, dass die österreichischen Automobilimporteure klare belastbare Aussagen zur E10-Verträglichkeit liefern […].“ Aus Sicht der PEK, aber noch viel mehr aus Umweltsicht ist es nicht nachvollziehbar, dass das Umweltministerium auf eine Freigabe der Automobil-Lobby wartet, um wirkungsvolle Maßnahmen zur Dekarbonisierung des Verkehrs- und Transportsektors zu setzen.

Im Verkehrs- und Transportsektor müssen in den nächsten neun Jahren neun Millionen Tonnen Treibhausgasemissionen eingespart werden. „Dass hier die E-Mobilität eine wichtige Rolle spielt steht völlig außer Streit. Wir müssen jedoch auch auf die Lebensrealität der Menschen in Österreich Rücksicht nehmen. Wenn man umweltfreundliches Verhalten belohnen möchte, dann muss man es auch zulassen. Die Erhöhung der Beimengungsquoten von Biokraftstoffen ist sofort umsetzbar“, so Bernhard Wiesinger, ÖAMTC und PEK-Vorstandsmitglied.

Die EU-Kommission hat darüber hinaus im Rahmen des Fit-for-55 Programms diese Erhöhungen ebenfalls vorgeschlagen. Man auf EU-Ebene über die Erhöhung im Benzinbereich hinaus und schlägt diese auch bei Biodiesel vor. Hier beispielsweise eine Steigerung von aktuell mehrheitlich sieben auf zehn Prozent Beimengungsquote.

Rückfragen & Kontakt:

Alexander Bachler
Geschäftsführung
Plattform Erneuerbare Kraftstoffe (PEK)

a.bachler@pek.energy
+43 (0) 676 834 418 595

Schauflergasse 6
1015 Wien, Österreich

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