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Konferenz

12. März 2026

Rückblick: Das war die ISCC Global Sustainability Conference 2026

Am 25. Februar 2026 fand in Brüssel die ISCC Global Sustainability Conference statt. Die jährliche Konferenz gilt als ein wichtiges internationales Treffen rund um Nachhaltigkeitszertifizierung, nachhaltige Lieferketten und erneuerbare Energieträger. Mehr als 280 Teilnehmende vor Ort und über 700 online aus 75 Ländern verfolgten die Beiträge von über 40 Referentinnen und Referenten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft sowie aus dem Bereich der Nachhaltigkeitszertifizierung zu aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen der globalen Nachhaltigkeitstransformation.

Im Mittelpunkt standen insbesondere die Rolle von Zertifizierungssystemen, regulatorischen Rahmenbedingungen und internationalen Kooperationen, um nachhaltige Wertschöpfungsketten zu stärken und den Übergang zu klimafreundlichen Energieträgern zu beschleunigen.


Steigende Nachfrage nach nachhaltigen Kraftstoffen

Ein zentrales Thema der Konferenz war die zukünftige Entwicklung der Nachfrage nach nachhaltigen Kraftstoffen. Prognosen gehen davon aus, dass der Bedarf bis 2030 um rund 28 % und bis 2050 um etwa 62 % steigen könnte. Gleichzeitig wurde deutlich, dass insbesondere die Verfügbarkeit nachhaltiger Rohstoffe eine der größten Herausforderungen für die weitere Marktentwicklung darstellt. Damit nachhaltige Kraftstoffe in ausreichendem Umfang bereitgestellt werden können, sind effizientere Sammelsysteme für Abfälle und Reststoffe ebenso erforderlich wie stabile politische Rahmenbedingungen und klare Nachhaltigkeitskriterien.


Politische Rahmenbedingungen und Zertifizierungssysteme

Ein weiterer Schwerpunkt der Konferenz lag auf der Weiterentwicklung von Nachhaltigkeitszertifizierungen. Zertifizierungssysteme wie ISCC spielen eine zentrale Rolle dabei, die Einhaltung von Nachhaltigkeitsanforderungen entlang globaler Lieferketten sicherzustellen und gleichzeitig regulatorische Anforderungen zu erfüllen. Diskutiert wurden unter anderem aktuelle Entwicklungen rund um die Umsetzung europäischer Klimapolitik, darunter die Weiterentwicklung von Regelwerken wie der RED-III-Richtlinie sowie neue Initiativen zur Zertifizierung von Carbon Removal und Carbon Farming (CRCF).


Nachhaltige Kraftstoffe für Luftfahrt und Schifffahrt

Besondere Aufmerksamkeit erhielten auch erneuerbare Kraftstoffe für schwer zu elektrifizierende Sektoren, insbesondere für Luftfahrt und Schifffahrt. Entsprechend wurden auf der Konferenz eigene Programmschwerpunkte zu Sustainable Aviation Fuels (SAF) sowie erstmals zu alternativen maritimen Kraftstoffen (AMF) eingerichtet. Beispiele aus der Praxis zeigten, wie verschiedene Länder und Industrien den Hochlauf dieser Technologien vorantreiben. So stellte Singapur etwa seine Strategie vor, ab 2026 eine Beimischungsquote von 1 % für nachhaltige Flugkraftstoffe (SAF) einzuführen und diese schrittweise auf bis zu 3–5 % bis 2030 zu erhöhen.

Diese Entwicklungen verdeutlichen, welche wichtige Rolle erneuerbare Kraftstoffe künftig für die Dekarbonisierung des internationalen Verkehrs spielen werden.

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